Geschichte Stadtparkcafé

Das Stadtparkcafé wurde 1951, anlässlich der Landesgartenschau von der Bayerischen Milchversorgung erbaut. Die damalige "Milchgaststätte" steht heute unter Denkmalschutz und wurde im Laufe der Jahre liebevoll und originalgetreu saniert. Noch heute sind die Originalgemälde der Bayerischen Milchversorgung an der Außenfassade und im Gastraum zu bewundern.

Der Fürther Stadtpark selbst wurde 1951 zur Gartenschau "Grünen und Blühen" von Stadtgartendirektor Hans Schiller konzipiert und erhielt damals seine heutige Gestalt und Ästhetik. Der einstige Friedhof neben der Auferstehungskirche wurde nach und nach zum Park ausgebaut.

Vermutlich wehten einst weite Petticoats durchs Milchgaststättenflair, ertönten rockige Klänge aus der Jukebox, schlürften Teenager, alte und junge Gäste Milchmixgetränke auf hohen Barhockern.

In den 50er Jahren war die von der Bayerischen Milchversorgung betriebene Milchgaststätte im Fürther Stadtparkcafé bereits Anziehungspunkt für zahlreiche Gäste. Und das blieb sie bis in die 90er Jahre hinein.

Doch das Traditionslokal kam immer mehr herunter. Die Kündigung des Pachtvertrages mit Patrizier Ende März 1991 nutzte die junge Fürtherin Angelika Schaller und schloss mit der Stadt Fürth einen befristeten Pachtvertrag.

Zunächst konnten die Innenräume des stark sanierungsbedürftigen Gebäudes wegen hygienischer Mängel nicht genutzt werden. Angelika Schaller behalf sich derweil mit einem mobilen Ausschank. Auf diese Weise konnte wenigstens die Versorgung der Parkbesucher und der nahe gelegenen Freilichtbühne gewährleistet werden. Erst 1994 konnte die einstige Ausflugsperle wieder öffnen und entwickelte sich unter Angelika Schaller zum Anziehungspunkt für Jung und Alt.

Interessante Impulse zur Wiederbelebung des einst so populären Stadtparkcafés bot auch ein von ihr reizvoll zusammengestelltes Rahmenprogramm aus Kleinkunst und Konzerten. Die Terrasse wurde in zwei Bereiche aufgeteilt, von denen der eine Biergartenatmosphäre schafft, der andere ein wenig Kaffeehaus-Schmäh ins Freie verlegt. Nach und nach überzeugte die quirlige Fürtherin auch die Stadt und durfte als Pächterin bleiben.

Sonnig gelbe Pastelltöne zwangen das Grau der Jahrzehnte aus dem Milchgaststättenbau heraus. Von Licht durchflutet zeigte sich das Café jetzt. Inzwischen hat Angelika Schaller mit Unterstützung ihrer Familie die Milchgaststätte gekauft und den über 50 Jahre alten Bau behutsam Stück für Stück saniert.